Rahlstedt ist eine Schlafstadt von mehr als 80.000 Einwohnern, die zerteilt wird von einer Bahnlinie und einer Hauptverkehrsstraße. Rahlstedt hat ein kommerzielles, aber kein urbanes und erst recht kein kulturelles Zentrum. Wie kann man an so einem Ort kreative Kräfte hervorlocken, fördern und zusammenbringen? Die Antwort des KulturWerks Rahlstedt ist der Rahlstedter Publikumspreis.

Autor: Tobias Gohlis

Der Fernsehgarten von Manfred Dübelt, Foto: KulturWerk Rahlstedt

Der Rahlstedter Publikumspreis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und wendet sich an alle, die mit seinem Thema künstlerisch etwas anfangen können. Das Thema verknüpft Alltagserfahrungen mit künstlerischer Ideenfindung. Die „GartenARTen“ von 2013 knüpften z.B. an die Liebe der Rahlstedter zu ihren Gärten an.

Eingebettet in eine Reihe von begleitenden Veranstaltun­gen – darunter etliche Gartenkonzerte, öffentliche Besuche und Ausstellungen in privaten Gärten, aber auch historische Vorträge und philosophische Debatten – wurde ein Klima vielfältiger intellektueller und sensorischer Reize und Anregungen geschaffen, das Amateure und Künstler darin unterstützte, ihr persönliches Werk zu schaffen.

Die Werke entstehen aus Begegnungen von Ideen, Menschen und Kulturen. Die Ausstellung der Werke und die Preisverleihung sind ein Fest der gegenseitigen Bereicherung. Eine aus kompetenten Bürgern bestehende Jury und die Besucher der Ausstellung wählen am Ende gemeinsam die Preisträger.

Die Botschaft aller bisher durchgeführten vier Publikumspreise und des 2017 anstehenden zum Thema „Sprachenwelten“ lautet: Ihr könnt selbst euer Leben und eure Zukunft gestalten. Jeder Rahlstedter kann ein Künstler sein. Aus der Begegnung mit anderen Menschen, Gedanken und Formen kann etwas befreiendes Neues entstehen.

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