Am 24. April 2018 wird in der Halle 424 im Oberhafen zum fünfzehnten Mal der HAMBURGER STADTTEILKULTURPREIS verliehen. Mit dem Preis werden wegweisende Projekte und Programme der Lokalen Kultur in Hamburg gewürdigt. Dieses Jahr wird die Veranstaltungsreihe „37°FÜNF – Heimat – Flucht – Zusammenleben“ des Stadtteilkulturzentrums Eidelstedter Bürgerhaus mit dem größten Preis der Stadtteilkultur ausgezeichnet.

Das Eidelstedter Bürgerhaus entwickelte 2017 die Veranstaltungsreihe „37°FÜNF – Heimat – Flucht – Zusammenleben“, um auf die hitzige Diskussion um den Bau von Wohnungen für Geflüchtete im Stadtteil zu reagieren. Die nackten Zahlen, die durch die mit erhöhter Temperatur geführte Auseinandersetzung geisterten, sollten Gesichter und Geschichten bekommen. Die Reihe bündelt Aktivitäten und Veranstaltungen, in denen die Themen Flucht, Ankommen, Integration, Mitgestalten und neue Nachbarschaften gleichermaßen in den Fokus gerückt wurden.

Der mit 10.000 Euro dotierte Hamburger Stadtteilkulturpreis wird am Dienstag, den 24. April 2018 um 17 Uhr vom Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda in der Halle 424 im Oberhafen, Stockmeyerstraße 43, in feierlichem Rahmen übergeben. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt die freie Journalistin Catarina Felixmüller.

Neben 37°FÜNF wurden folgende Projekte und Programme als Beispiele herausragender Stadtteilkulturarbeit in Hamburg als Finalisten nominiert:

  • Das Jubiläumsprogramm 10 Jahre SuedKultur der Initiative SuedKultur
  • Das kulturelle Bildungsprojekt Circus ABRAX KADABRAX des Jugendpfarramtes der Nordkirche
  • Die partizipative Aktion Dulsbox – 30m² für Deine Ideen! vom Stadtteilbüro Dulsberg
  • Das Kindertheaterfestival Lüfte – das Wüstenschiff hebt ab!, ein Kooperationsprojekt von 17 Hamburger Stadtteilkulturzentren
  • Das Historische Kinderprojekt des Stadtteilarchivs Bramfeld e.V.
  • Das intergenerative Kultur-Teilhabe-Projekt KULTURISTENHOCH2 von GEMEINSAM! Jung und Alt für Teilhabe und Lebensfreude gUG
  • Das Begegnungsprojekt NEW HAMBURG der Kirchengemeinde Veddel und des Deutschen Schauspielhauses
  • Das experimentelle Stadtteilbureau Schaltzentrale des Viele Grüße von – Verein zur Förderung raumöffnender Kultur e.V.
  • Das integrative Medienprojekt Yalla – Rein in die Stadt der GWA St. Pauli

Von Anfang November 2017 bis Anfang Januar 2018 konnten sich freie Träger der Kulturarbeit und Einzelpersonen, die sich in der Stadtteilkulturarbeit in Hamburg engagieren, für den Preis bewerben. Eine unabhängige Jury – bestehend aus Prof. Dr. Gesa Birnkraut von Birnkraut Partner, Stefan Reckziegel vom Hamburger Abendblatt und Robert Hillmanns aus dem zakk Düsseldorf – ermittelte den Preisträger aus einer Vorauswahl der Preisstifter.

Preisstifter und Unterstützer des Hamburger Stadtteilkulturpreises sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig.

Die Hamburger Stadtteilkultur und ihre Projekte stehen für Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger und Mitgestaltung der Stadtgesellschaft. Stadtteilkultur fördert Nachwuchs und Bildungsgerechtigkeit. Stadtteilkultur bietet Freiräume und schafft lokale Identitäten. Stadtteilkultur berührt und begeistert, weil sie Kultur mitten in der Gesellschaft und mitten aus der Gesellschaft ist. Sie spiegelt die ganze Vielfalt der Kulturen unserer Stadt.