Mit seinem jüngsten Projekt hat das Kultur- & Geschichtskontor zum ersten Mal eine neue Zielgruppe für sich in den Blick genommen: Bergedorf. Das Kinderbuch stellt 6- bis 12jährigen Lesern den Bezirk Bergedorf, seine wichtigsten Sehenswürdigkeiten und seine Geschichte vor.

Autor: Christian Römmer

Umschlag von „Bergedorf. Das Kinderbuch“, Illustration: Angelika Neiser

Man braucht sich nichts vorzumachen: Die Arbeit des Kultur- & Geschichtskontors, der Bergedorfer Geschichtswerkstatt, richtet sich vor allem an ein älteres Publikum – an all jene, die sich gerne an ihre Kindheit und Jugendzeit zurückerinnern, an längst abgerissene Häuser und längst geschlossene Geschäfte. Zahlreiche Bücher über Bergedorf und seine Geschichte sind schon erschienen und befriedigen diesen Wunsch nach Nostalgie. Die ganz jungen Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils geraten dabei aber aus dem Blick, obwohl doch jedes Kind lernen sollte, sich im eigenen Umfeld zurechtzufinden, und dieses sogar im Sachkundeunterricht der Grundschule auf dem verbindlichen Lehrplan steht.

„Bergedorf. Das Kinderbuch“, das im November 2016 erschienen ist, gibt einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Bezirks von der Steinzeit bis heute – aufgelockert durch Rätsel, Spiele sowie Fotos und Illustrationen. So bekommen die Kinder nicht nur viele Informationen über Bergedorf und seine Geschichte, sondern können auch in einer historischen Karte nach Fehlern suchen oder in der Bergedorfer Innenstadt auf Fotorallye gehen.

Das Buch ist Teil eines größeren Paketes für die neue Zielgruppe, das von einer Pädagogin, einem Historiker und einer Grafik-Designerin ausgearbeitet wurde: Parallel ist in den Räumen des Kultur- & Geschichtskontors eine Ausstellung mit mehreren Mitmach-Stationen zu sehen. Hier können Kinder nach archäologischen Funden graben, sich als Ritter verkleiden oder ihr eigenes Wappen entwerfen. Und ganz nebenbei lernen sie Einiges über die Bergedorfer Geschichte. Diese Ausstellung kann im Anschluss z. B. von Schulen ausgeliehen werden.

Außerdem hat das Kontor seit vergangenem Jahr eine szenische Stadtführung für Kinder in seinem Programm. An markanten Orten treffen die Kinder auf geschichtliche Gestalten, die ihnen aus ihrer Zeit berichten und die entsprechend ausgefragt werden können.

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