Die Jury des Stadtteilkulturpreises

Aus allen Einsendungen nominieren die Preisstifter für den Hamburger Stadtteilkulturpreis die zehn Finalisten. Die unabhängige Jury – bestehend aus der ehemaligen Direktorin der Bücherhallen Hamburg Hella Schwemer-Martienßen, Caroline Sassmannshausen von der Klaus und Lore Rating Stiftung und Jennifer Tharr vom Bundesverband Soziokultur – ermittelt aus diesen Finalisten den Preisträger.

Hella Schwemer-Martienßen

Hella Schwemer-Martienßen
Hella Schwemer-Martienßen

Der Hamburger Stadtteilkulturpreis ist eine großartige Gelegenheit, die Akteure der Stadtteilkultur und der Kulturellen Bildung wirkungsvoll in den medialen Fokus zu stellen. Die Akteure dieser Disziplinen sind aus der Perspektive der Kulturschaffenden und Künstler*innen und auch der Kulturpolitik allzuoft nicht selbstverständlich Teil der zu fördernden Kulturszene. Dabei stellen gerade sie sich tagtäglich den Herausforderungen für eine vielfältige, integrative und inklusive Stadtgesellschaft, sie sind in ihrer Arbeit stets auf der Spur von Ausgrenzung und Diskriminierung ganz nah an den Menschen, unterstützen Bildungs- und Teilhabeprozesse und machen das Leben in Nachbarschaften lebenswerter.

Hella Schwemer-Martienßen war bis 2019 Direktorin der Stiftung Hamburger Öffentlichen Bücherhallen.


Caroline Sassmannshausen

Caroline Sassmannshausen
Caroline Sassmannshausen

Die Hamburger Stadtteilkultur lässt sich von der Corona-Pandemie nicht einschüchtern, sondern begreift die Krise als Chance, sich weiterzuentwickeln: Livestreams, Podcasts, Blogs, Autokinos, Detektivrallyes, Rikschafahrten und Hinterhofkonzerte – die Kreativität der Kulturschaffenden scheint keine Grenzen zu kennen. Unter strengen Auflagen werden trotz schwieriger Bedingungen überall in der Stadt mutig neue Formate entwickelt und Angebote ausprobiert, on- wie offline, um möglichst vielen Menschen Begegnung und Teilhabe auf Abstand zu ermöglichen. Der Stadtteilkulturpreis würdigt diese wichtige und beeindruckende Arbeit und zeigt, wie viele Projekte und engagierte Akteur*innen sich in dieser Stadt gerade jetzt für ein vielfältiges, offenes und demokratisches Miteinander einsetzen.

Caroline Sassmannshausen ist Geschäftsführerin der Klaus und Lore Rating Stiftung in Hamburg.


Jennifer Tharr

Jennifer Tharr

In diesem Jahr scheint es wichtiger denn je, positive und Mut machende Geschichten zu erzählen. Die Hamburger Stadtteilkultur hat derer viele. Sie berichten davon, wie Menschen bei verordnetem Abstand wieder in Verbindung und Resonanz kommen, wie Momente der Leichtigkeit und Freude geschaffen werden und Räume eröffnet werden, um trotz aller Widrigkeiten gemeinsam kreativ zu sein. Der Stadtteilkulturpreis gibt diesen Projekten die verdiente Bühne, sodass sie von Vielen gesehen und gehört werden und über die Grenzen der Stadt hinaus inspirierend wirken können.

Jennifer Tharr arbeitet beim Bundesverband Soziokultur in Berlin und leitet dort das NEUSTART Sofortprogramm für Corona-bedingte Investitionen in Kultureinrichtungen. Im European Network of Cultural Centers vertritt sie außerdem den Bundesverband im Vorstand.