Aus allen Einsendungen nominieren die Preisstifter für den Hamburger Stadtteilkulturpreis die zehn Finalisten. Die unabhängige Jury – bestehend aus der ehemaligen Direktorin der Bücherhallen Hamburg Hella Schwemer-Martienßen, Robert Hillmanns aus dem zakk Düsseldorf und Caroline Sassmannshausen von der Klaus und Lore Rating Stiftung – ermittelt aus diesen Finalisten den Preisträger.

Die Statements der Jury

Hella Schwemer-Martienßen

Hella Schwemer-Martienßen
Hella Schwemer-Martienßen

Der Hamburger Stadtteilkulturpreis ist eine großartige Gelegenheit, die Akteure der Stadtteilkultur und der Kulturellen Bildung wirkungsvoll in den medialen Fokus zu stellen. Die Akteure dieser Disziplinen sind aus der Perspektive der Kulturschaffenden und Künstler*innen und auch der Kulturpolitik allzuoft nicht selbstverständlich Teil der zu fördernden Kulturszene. Dabei stellen gerade sie sich tagtäglich den Herausforderungen für eine vielfältige, integrative und inklusive Stadtgesellschaft, sie sind in ihrer Arbeit stets auf der Spur von Ausgrenzung und Diskriminierung ganz nah an den Menschen, unterstützen Bildungs- und Teilhabeprozesse und machen das Leben in Nachbarschaften lebenswerter.

Hella Schwemer-Martienßen war bis 2019 Direktorin der Stiftung Hamburger Öffentlichen Bücherhallen.


Robert Hillmanns

Robert Hillmanns
Robert Hillmanns

Stadtteilkultur bringt die Menschen einer diversen Stadtgesellschaft zusammen und schafft unterschiedliche Möglichkeiten der Beteiligung: vor, auf oder hinter der Bühne. Sie nimmt Potentiale und Interessen auf, fördert den Nachwuchs, vernetzt Bürger*innen, Vereine und Initiativen und verleiht Menschen mit Mitteln der Kunst eine Stimme. 

Robert Hillmanns ist Programmplaner im Kulturzentrum zakk (Düsseldorf) mit dem Schwerpunkt Interkultur.


Caroline Sassmannshausen

Caroline Sassmannshausen
Caroline Sassmannshausen

In unserer Gesellschaft zeichnen sich derzeit bedenkliche Entwicklungen ab. Rechtspopulisten und Rechtsextreme sind auf dem Vormarsch. Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung gehören für viele Menschen zum Alltag. Die Leistung der Stadtteilkultur kann vor diesem Hintergrund nicht hoch genug eingeschätzt werden: Jeden Tag gestalten Kulturschaffende mit Formaten der Teilhabe Orte der Begegnung für Viele, die unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Der Stadtteilkulturpreis verschafft dieser beeindruckenden Arbeit die nötige Aufmerksamkeit und zeigt, wie viele nachahmenswerte Projekte und engagierte Akteure sich in dieser Stadt für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen.

Caroline Sassmannshausen ist Geschäftsführerin der Klaus und Lore Rating Stiftung in Hamburg.