Am Anfang stand die bessere Sichtbarkeit der Harburger Kulturangebote: Ein Theater, eine Musikkneipe, ein Jazzclub, ein Kulturcafé und eine Galerie füllten die erste gedruckte Ausgabe der „SuedKultur“. Im Grußwort wünschte die Kultursenatorin den Initiatoren, dass viele „im Laufe der Zeit“ dazukommen mögen. Hat geklappt: Heute nach 10 Jahren besteht SuedKultur aus mehr als 40 Institutionen und unzähligen Einzelkämpfer*innen.

Autor: Heiko Langanke

Heiko Langanke, Sprecher von SuedKultur, im Harburger Hafen, Foto: Sabine Schnell

Heiko Langanke, Sprecher von SuedKultur, im Harburger Hafen, Foto: Sabine Schnell

Aus jedem Malus kann man einen Bonus machen!“ Dieser Ausspruch von Nuca Selbuz, der ehemaligen stellvertretenden Intendantin des Harburger Theaters, ist im Grunde bis heute der roten Faden der Initiative.

Aus dem Monatsheft wurde das Internetportal Sued-kultur.de und das Vorurteil „im Süden nix Los“ wurde widerlegt: Die jährliche SuedKultur MusicNight würdigt mit über 15 Clubs und etlichen Bands aus der Umgegend die Musikszene und die jährlichen Literaturtage SuedLese etliche „Orte der Worte“ und Autor*innen aus der Nachbarschaft. Eine erste Hamburger Artothek zur Würdigung der lokalen Kunst und Künstler*innen steht auf dem Sprung vom Konzept in die Realität. Eine rechtliche Erstberatung schützt Kulturschaffende vor großen Fehlern bei KSK, GEMA und Urheberrechten. Im Kulturausschuss verschafft SuedKultur der Kultur und der Raumnot der Kreativen eine Stimme. Monatliche Treffen ermöglichen es Interessierten aller Genres, einfach mal reinzuschauen, sich einzubringen und „Leid und Freud“ zu teilen.

Das Online-Feuilleton „Tiefgang“ kompensiert schwächelnde Medien, greift kulturelle Themen aus dem Süden und der ganzen Stadt auf, fördert den dringlichen Austausch über Werte der Kultur und Respekt vor dem Schaffen des Anderen und zeigt Hintergründe. Erleichterungen bei Plakatierungsgenehmigun-gen, Rabatte bei Zulieferern, Infos über Ausschreibungen, Netzwerke oder Hilfsstellen – z. B. barrierefreies Hamburg – helfen Zeit und Geld zu sparen, sensibilisieren für kommende Aufgaben und fördern die Solidarität.

So wurde Harburg in 10 Jahren zum kulturellen Oberzentrum des Hamburger Südens bis tief in den Landkreis hinein. Und SuedKultur wurde die „Lobbyistin“ und „Marke“ der Kultur im Süden – und macht weiter Mut.

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