Der Hamburger Stadtteilkulturpreis zeichnet jährlich Projekte und Programme aus, die mit Kreativität, Engagement und gesellschaftlicher Relevanz überzeugen. Gesucht werden herausragende Beispiele stadtteilkultureller Arbeit, die mit Qualität, Wirkung und Innovation andere inspirieren können. Anfang Februar haben die Preisgeber*innen die zehn Finalist*innen für den Stadtteilkulturpreis 2026 nominiert.

Im Rahmen des Hamburger Stadtteilkulturpreises werden zwei Preise vergeben: Der große Preis der Jury ist mit 10.000 Euro dotiert und würdigt bereits realisierte Projekte oder Programme und wird von einer Jury ausgewählt. Zusätzlich wählt das Publikum seinen eigene*n Favorit*in: Der Publikumspreis der Stadtteilkultur ist mit 2.000 Euro dotiert und wird durch ein öffentliches Online-Voting im Frühjahr 2026 entschieden.
Die zehn Finalist*innen 2026
Aus insgesamt 57 Bewerbungen von Initiativen, Kulturzentren, Vereinen und Einzelpersonen wurden für das Finale 2026 zehn Projekte und Programme ausgewählt, die beispielhaft für die Innovationskraft, gesellschaftliche Relevanz und Vielfalt der Hamburger Stadtteilkultur stehen. Die Auswahl erfolgte durch die Preisstifter*innen des Preises: die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765, die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. sowie STADTKULTUR HAMBURG. Für den Hamburger Stadtteilkulturpreis 2026 und den Publikumspreis der Stadtteilkultur wurden folgende Projekte und Programme nominiert:
- Die Stadtteilperformance ALTONA MACHT AUF! des altonale freundeskreis
- Das Empowermentprojekt Hajusom Rap Squad von Hajusom
- Das Hammer Sommerfestival der Stadtteilinitiative Hamm
- Der Kreativ-Stammtisch 60+ im Altonaer Museum von DINGE Fotokunst
- Die Literaturreihe Kulturhaus Schmökerei vom Kulturhaus Süderelbe
- Die inklusiven Minibar Moralia Festspiele der Minibar Moralia GbR
- Das Kunst- und Medienprojekt So wünsche ich mir Ottensen vom bild+begegnung e.V.
- Das Projekt theater 36 – bühnenkunst inklusiv am Goldbekhaus von Leben mit Behinderung Hamburg
- Der Audio-Walk Voices of Bahrenfeld der Kulturagent*innen Hamburg
- Das Jenfelder Erinnerungskulturprojekt Wie wollen wir erinnern? vom Salon International
Die Bandbreite der nominierten Projekte verdeutlicht einmal mehr die strategische Bedeutung von Stadtteilkultur als Motor für kulturelle Teilhabe, Mitgestaltung vor Ort, Dialog in den Quartieren und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hamburg.
Wer konnte teilnehmen?
Bewerben konnten sich freie Träger*innen der Kulturarbeit, kulturelle Initiativen, Zentren, Vereine sowie Einzelpersonen, die sich in Hamburg stadtteilkulturell engagieren. Nicht berücksichtigt wurden gewerbliche Anbieter*innen, Parteigruppen und konfessionell gebundene Organisationen. Neben Kulturprojekten waren auch Kurs- und Veranstaltungsprogramme, Programmbereiche, Veranstaltungsreihen, spezielle Veranstaltungsformate und Festivals, die den Qualitätskriterien des Stadtteilkulturpreises entsprechen, eingeladen, sich zu bewerben. Mehr zu den Teilnahmebedingungen
Zeitplan für den Stadtteilkulturpreis 2026
Vom 3. November 2025 bis zum 5. Januar 2026 stand das Bewerbungsformular online unter www.stadtteilkulturpreis.de zur Verfügung. Im Februar 2026 wählten die Preisstifter*innen die zehn Finalist*innen aus. Eine unabhängige Jury entscheidet anschließend über den*die Preisträger*in des großen Preises der Jury. Das Publikum wählt Anfang April 2026 – auch aus der Liste der Finalist*innen – seine*n Favorit*in für den Publikumspreis aus. Beide Preise werden Ende April 2026 in einer feierlichen Veranstaltung mit Presse und Öffentlichkeit überreicht. Die genauen Zeitpunkte werden noch in den Fachinfos von STADTKULTUR kommuniziert. Wir empfehlen hierfür, die Sofort-Info Stadtteilkulturpreis in den Fachinfo-Abos von STADTKULTUR zu abonnieren.
Die Preisstifter*innen des Hamburger Stadtteilkulturpreises
Der Hamburger Stadtteilkulturpreis wird getragen von der Hamburgischen Kulturstiftung, der Gabriele Fink Stiftung, der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für lokale Kultur und kulturelle Bildung, verantwortet Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs.

