Nachhaltigkeit geht uns alle an. Als Dachverband der Hamburger Stadtteilkultur und als Teil der Stadtgesellschaft möchten wir bei STADTKULTUR HAMBURG Verantwortung für die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen unseres Handelns übernehmen. Unser Ziel ist es, zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen, voneinander zu lernen und unsere Arbeits- und Veranstaltungsformate Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten. So wollen wir einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Transformation Hamburgs leisten.
Deshalb richten wir auch den Stadtteilkulturpreis ab 2026 zunehmend nach Nachhaltigkeitskriterien aus. Dabei verstehen wir Nachhaltigkeit als einen kontinuierlichen Entwicklungsprozess, den wir transparent gestalten und gemeinsam mit unseren Partner*innen weiterentwickeln möchten. Dafür wurde STADTKULTUR 2026 mit dem Green Events Siegel der Stufe „Basis“ ausgezeichnet.
Auf dieser Seite bündeln wir unsere Nachhaltigkeitsmaßnahmen rund um den Stadtteilkulturpreis. Damit schaffen wir Transparenz über unsere Ziele, Maßnahmen und Fortschritte. Gleichzeitig möchten wir praktische Anregungen und konkrete Umsetzungshilfen für die nachhaltigere Gestaltung von Veranstaltungen bereitstellen und so Impulse für die Hamburger Kulturlandschaft setzen.
Wir freuen uns über Feedback, Ideen und Anregungen zu Bereich Nachhaltigkeit. Über den Bereich „Kontakt“ könnt ihr mit uns zu diesem Thema gerne in den Austausch treten und uns auf unserem Weg begleiten.
Der Hamburger Stadtteilkulturpreis 2026 wurde mit dem Green Events Siegel ausgezeichnet. Unsere Bestrebungen, die Verleihung des Hamburger Stadtteilkulturpreises nachhaltiger zu machen, sind Teil unserer Zukunftsinitiative.
Unsere Nachhaltigkeitsmaßnahmen
Im Folgenden ist im Prozeß der Planung und Umsetzung nach und nach eine Übersicht unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen und Informationen zu deren Umsetzung, geordnet nach Handlungsfeldern entstanden. Durch Anklicken des jeweiligen Themas werden Informationen und Details angezeigt.
LEITBILD & STRUKTUR
Wir verankern Nachhaltigkeit systematisch in der Planung, Durchführung und Weiterentwicklung des Stadtteilkulturpreises. Ziel ist es, ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte bei Entscheidungen frühzeitig zu berücksichtigen und nachhaltiges Handeln als festen Bestandteil unserer Veranstaltungskultur zu etablieren.
Leitbild
Mit dem Stadtteilkulturpreis würdigt STADTKULTUR HAMBURG die Vielfalt und Qualität der Hamburger Stadtteilkultur, macht ihre Leistungen sichtbar und setzt Impulse für Austausch und Weiterentwicklung. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass auch die Durchführung einer Veranstaltung Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft hat.
Deshalb richten wir den Stadtteilkulturpreis seit 2026 schrittweise nachhaltiger aus. Grundlage hierfür ist das Nachhaltigkeitsleitbild der Geschäftsstelle von STADTKULTUR HAMBURG, das auch für die Planung und Durchführung des Stadtteilkulturpreises gilt.
Verantwortlichkeit
Für die Planung und Umsetzung wird ein*e Nachhaltigkeitsbeauftragte*r (2026: Fiona Schuller) benannt. Sie ist mit einem entsprechenden Zeitkontingent sowie Entscheidungsbefugnis ausgestattet und arbeitet eng mit der Veranstaltungsleitung (2026: Heiko Gerken) zusammen. Die zuständige Person bildet sich regelmäßig zu nachhaltiger Veranstaltungsdurchführung weiter.
Fokus und Prioritäten
Um unsere Ressourcen gezielt einzusetzen, bewerten wir regelmäßig die Relevanz verschiedener Nachhaltigkeitsthemen für den Stadtteilkulturpreis und leiten daraus Prioritäten für die Veranstaltungsplanung ab. Als Orientierung dienen das Nachhaltigkeitsleitbild von STADTKULTUR HAMBURG sowie die „Ökologischen Standards für die Soziokultur“ des Bundesverbands Soziokultur.
Im Jahr 2026 lag der Schwerpunkt auf dem Aufbau grundlegender Strukturen, dem Sammeln von Erfahrungen sowie der Umsetzung erster Maßnahmen mit Fokus auf ökologische Nachhaltigkeit. Priorisiert wurden die Handlungsfelder:
- Leitbild und Struktur
- Kommunikation
- Ressourcenschonung (Energie, Beschaffung, Abfall und Wasser)
- Verpflegung
Die jeweiligen Maßnahmen werden kontinuierlich in die Veranstaltungsplanung integriert und weiterentwickelt.
Externe Zertifizierung
Um die Qualität und Wirksamkeit unserer Nachhaltigkeitsarbeit transparent zu überprüfen, streben wir eine regelmäßige externe Bewertung an. Für das Jahr 2026 hat sich der Stadtteilkulturpreis erstmals um eine Zertifizierung durch das Netzwerk Green Events beworben und hat eine Auszeichnung mit dem Green-Events-Siegel in der Stufe „Basis“ erhalten.
KOMMUNIKATION
Externe Kommunikation
Die zentrale Plattform für die externe Kommunikation unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten ist diese Nachhaltigkeitsseite auf der Webseite des Stadtteilkulturpreises. Hier dokumentieren wir unsere Ziele, Maßnahmen und Entwicklungen und machen unseren Nachhaltigkeitsprozess transparent nachvollziehbar. Die Seite dient zugleich als öffentlicher Nachhaltigkeitsbericht.
Interne Kommunikation
Alle an der Planung und Durchführung beteiligten Personen werden vor der Veranstaltung über die Nachhaltigkeitsziele sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen informiert. Dadurch schaffen wir ein gemeinsames Verständnis und fördern die aktive Mitwirkung bei der Umsetzung.
Im Anschluss an die Veranstaltung reflektiert das Organisationsteam den Prozess, wertet Erfahrungen aus und identifiziert Potenziale für die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsarbeit.
Feedback und Austausch
Wir verstehen Nachhaltigkeit als einen kontinuierlichen Lern- und Verbesserungsprozess. Deshalb freuen wir uns über Rückmeldungen von Besuchenden, Mitwirkenden, Partner*innen und weiteren Interessierten.
Anregungen, Hinweise und Feedback zu unseren Nachhaltigkeitsaktivitäten können jederzeit über unseren Kontaktbereich an uns übermittelt werden. Die eingehenden Rückmeldungen fließen in die Weiterentwicklung unserer Maßnahmen und Prozesse ein. Hier geht es zum Kontakt.
CO2-BILANZ
Übersicht
Im Jahr 2026 haben wir erstmals eine CO₂-Bilanz für den Stadtteilkulturpreis erstellt. Erfasst wurden die Bereiche Energie (Strom und Wärme), Mobilität (Organisationsteam und Besuchende), Verpflegung (Catering und alkoholfreie Getränke) sowie Sonstiges (Druckerzeugnisse und Abfall).
Die Gesamtemissionen des Stadtteilkulturpreises 2026 belaufen sich auf 513 kg CO₂e.
Die Emissionen verteilen sich auf die folgenden Bereiche:
- Mobilität: 52,9 %
- Verpflegung: 25,3 %
- Energie: 16,1 %
- Druckerzeugnisse und Abfall: 5,7 %
Die Bilanz dient als Ausgangspunkt, um die Auswirkungen der Veranstaltung besser zu verstehen, Handlungsfelder zu identifizieren und zukünftige Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.

Datengrundlage und Methodik
Die Berechnungen wurden mit dem CO₂-Rechner für Veranstaltungen des Umweltbundesamtes durchgeführt.
Für die Erfassung der Mobilität nahmen rund 150 Personen an einer Mobilitätsumfrage teil. Die Ergebnisse wurden auf die Gesamtzahl der Teilnehmenden hochgerechnet.
Die Emissionen im Bereich Verpflegung basieren auf den tatsächlich bestellten Mengen. Da überwiegend Fingerfood angeboten wurde, erfolgte die Berechnung im CO₂-Rechner über die Kategorie „Snack“.
Der Energieverbrauch wurde durch die Erfassung der Strom- und Wärmezählerstände unmittelbar vor und nach der Veranstaltung ermittelt. Vorbereitungsarbeiten der Veranstaltungsstätte außerhalb des Veranstaltungszeitraums konnten dabei nicht berücksichtigt werden.
Die Kategorie Sonstiges umfasst insbesondere die Emissionen aus dem Druck von 100 Exemplaren des stadtkultur magazins, die bei der Veranstaltung ausgelegt wurden. Diese verursachten rund 29,1 kg CO₂e. Die verbleibenden 0,1 kg CO₂e entfallen auf das entstandene Abfallaufkommen.
Da einzelne Werte auf Hochrechnungen und Annahmen basieren, ist die Bilanz als Näherungswert zu verstehen. Sie liefert jedoch eine belastbare Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen.
Einordnung der Ergebnisse
Die Bewertung von Veranstaltungsemissionen ist grundsätzlich schwierig, da sich Veranstaltungen hinsichtlich Größe, Dauer, Programm, Veranstaltungsort und Zielgruppen teilweise erheblich unterscheiden. Direkte Vergleiche sind daher nur eingeschränkt möglich. Bezogen auf die Anzahl der Teilnehmenden verursachte der Stadtteilkulturpreis 2026 rund 2,5 kg CO₂e pro Person. Im Vergleich zu veröffentlichten CO₂-Bilanzen anderer Veranstaltungen liegt dieser Wert im unteren Bereich. So wurden beispielsweise für die UTOPOLIS-Jahreskonferenz Soziokultur 2022 rund 21,5 kg CO₂e pro Person, für den SUSTAIN! Summit 2023 rund 12,6 kg CO₂e pro Person und für die GCB-Mitgliederversammlung 2024 rund 41 kg CO₂e pro Person ausgewiesen. Ein wesentlicher Faktor für die vergleichsweise niedrigen Emissionen ist die An- und Abreise der Teilnehmenden. Rund 80 Prozent der Besuchenden nutzten den öffentlichen Nahverkehr, legten ihren Weg zu Fuß zurück oder kamen mit dem Fahrrad. Dadurch fielen die mobilitätsbedingten Emissionen deutlich geringer aus als bei vielen vergleichbaren Veranstaltungen.
ENERGIE & VERANSTALTUNGSTECHNIK
Wir möchten den Energieverbrauch des Stadtteilkulturpreises möglichst gering halten und vorhandene Ressourcen effizient nutzen. Dazu setzen wir auf eine bedarfsgerechte Energienutzung, energieeffiziente Technik und die kontinuierliche Analyse unserer Verbräuche, um Einsparpotenziale zu identifizieren und Emissionen zu reduzieren.
Energiebezug
Der Bezug von Strom und Wärme liegt sowohl in der Halle 424 als auch in der Geschäftsstelle von STADTKULTUR HAMBURG in der Verantwortung der jeweiligen Vermietung. Dadurch haben wir derzeit keinen direkten Einfluss auf die Wahl des Energieanbieters.
Zum Zeitpunkt der Veranstaltung stand für die Durchführung des Stadtteilkulturpreises keine Energieversorgung aus überwiegend erneuerbaren Quellen, beispielsweise zertifiziertem Ökostrom oder Biogas, zur Verfügung. Wir beobachten die Entwicklung und prüfen künftig mögliche Einfluss- und Handlungsspielräume.
Energieverbrauch
Um die Auswirkungen unserer Veranstaltung besser zu verstehen und zukünftige Einsparpotenziale zu identifizieren, erfassen wir den Energieverbrauch des Stadtteilkulturpreises.
Der gemessene Stromverbrauch der Veranstaltung lag bei 24,7 kWh und damit leicht unter den im Vorfeld kalkulierten Werten. Die Schätzung erwies sich insgesamt als realistisch.
Anders verhielt es sich beim Wärmeverbrauch. Aufgrund der Wetterbedingungen gingen wir zunächst davon aus, dass keine Beheizung erforderlich sein würde. Trotz sonniger Witterung waren die Außentemperaturen jedoch niedrig, sodass die Halle beheizt werden musste. Der gemessene Wärmeverbrauch betrug 282 kWh.
Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere witterungsbedingte Faktoren einen erheblichen Einfluss auf den Energiebedarf einer Veranstaltung haben können.
Energieeffiziente Beleuchtung
In der Halle 424 wird überwiegend energieeffiziente LED-Beleuchtung eingesetzt. Dadurch kann der Stromverbrauch für die Beleuchtung gegenüber konventioneller Lichttechnik deutlich reduziert werden.
Beispiel einer Energiesparmaßnahme
Neben technischen Lösungen können auch einfache organisatorische Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen.
In der Halle 424 befindet sich ein großer Kronleuchter, der zu den wenigen Lichtquellen zählt, die nicht mit LED-Technik ausgestattet sind. Gemeinsam mit der Veranstaltungsstätte haben wir entschieden, diesen während der Preisverleihung nicht einzusetzen. Dadurch konnten schätzungsweise rund 5 kWh Strom eingespart werden. Grundlage der Berechnung sind 20 Glühlampen mit jeweils 60 Watt bei einer angenommenen Betriebsdauer von vier Stunden.
Impuls für die Praxis
Energiesparen beginnt oft mit kleinen Maßnahmen. Die Umstellung auf LED-Beleuchtung bietet in vielen Kulturzentren, Büros und Privathaushalten weiterhin Potenzial, den Stromverbrauch und die Energiekosten zu senken.
Für Veranstaltende lohnt sich zudem ein kritischer Blick auf das Beleuchtungskonzept: Werden tatsächlich alle Scheinwerfer benötigt? Können Tageslichtphasen stärker genutzt werden? Und müssen sämtliche Lichtquellen während der gesamten Veranstaltungsdauer eingeschaltet sein? Bereits kleine Anpassungen können zu spürbaren Energieeinsparungen beitragen.

BESCHAFFUNG & ABFALL
Wir möchten Ressourcen möglichst effizient nutzen, Abfälle vermeiden und Materialien so lange wie möglich im Kreislauf halten. Dabei setzen wir auf Mehrweg-Lösungen, gemeinschaftlich genutzte Infrastruktur, langlebige Produkte sowie eine möglichst nachhaltige Beschaffung.
Abfallmanagement
Nach unseren bisherigen Erfahrungen entstehen beim Stadtteilkulturpreis vergleichsweise geringe Abfallmengen. Um ein genaueres Bild über Art und Umfang der anfallenden Abfälle zu erhalten, haben wir 2026 erstmals ein systematischeres Abfallmanagement erprobt.
Hierfür wurden beschriftete Sammelstationen für Restabfall, Bioabfall, Wertstoffe und Papier eingerichtet, die sowohl vom Veranstaltungsteam als auch von den Besuchenden genutzt werden konnten.
Die Erfassung bestätigte unsere bisherige Einschätzung. Insgesamt fielen während der Veranstaltung lediglich geringe Mengen an Abfall an:
- 3 Säcke Restabfall (insbesondere Papierhandtücher, Servietten und Cateringreste)
- 1 Sack Papierabfall (überwiegend Papiertischdecken des Caterings)
- 0,5 Säcke Wertstoffe
Die Erfahrungen mit den Sammelstationen zeigen zugleich Entwicklungspotenzial. Für zukünftige Veranstaltungen möchten wir die Abfalltrennung weiter vereinfachen und die Kommunikation zu den Entsorgungsmöglichkeiten noch klarer gestalten.

Ausstattung und Technik
Die Halle 424 verfolgt das Prinzip, möglichst viele Ressourcen dauerhaft vor Ort bereitzustellen. Mobiliar, Geschirr und Veranstaltungstechnik können dadurch gemeinschaftlich genutzt werden und müssen nicht für jede Veranstaltung neu beschafft oder transportiert werden.
Dieses Konzept reduziert sowohl den Materialeinsatz als auch die logistischen Aufwände und trägt zu einer ressourcenschonenden Veranstaltungsdurchführung bei.
Werbemittel
Unsere Roll-ups, Banner und weiteren Werbemittel sind auf eine mehrjährige Nutzung ausgelegt. Durch zeitloses Design und langlebige Materialien können sie über viele Veranstaltungszyklen hinweg eingesetzt werden.
Wenn Neuanschaffungen erforderlich werden, beispielsweise aufgrund irreparabler Schäden, verzichten wir auf PVC und bevorzugen recycelte oder ökologisch zertifizierte Materialien. Im Jahr 2026 waren keine Neuanschaffungen in diesem Bereich notwendig.
Druckerzeugnisse
Für die Produktion des stadtkultur magazins arbeiten wir mit RESET ST. PAULI zusammen. Die Druckerei ist UmweltPartner der Freien und Hansestadt Hamburg, nutzt 100 Prozent Ökostrom und bietet klimakompensierten Druck an.
Darüber hinaus verfolgen wir den Grundsatz, Papier nur dort einzusetzen, wo es einen erkennbaren Mehrwert bietet. Für eigene Druckerzeugnisse verwenden wir ausschließlich Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“. Auch der in der Geschäftsstelle eingesetzte Bürodrucker trägt dieses Umweltzeichen.
Präsente und Give-aways
Bei der Auswahl von Präsenten achten wir auf Regionalität und Saisonalität. Die Blumensträuße für die Preisträger*innen und weitere Mitwirkende wurden 2026 vom Floristikstudio von.flowers bezogen.
Auf klassische Give-aways, Merchandise-Artikel oder spezielle Veranstaltungsbekleidung verzichten wir bewusst. Dadurch vermeiden wir zusätzlichen Ressourcenverbrauch und reduzieren die Menge potenziell kurzlebiger Produkte.
VERPFLEGUNG
Wir setzen auf eine möglichst nachhaltige Verpflegung und bevorzugen regionale, pflanzenbasierte und ökologisch erzeugte Lebensmittel.
Speiseangebot
Für das Catering arbeiten wir bevorzugt mit lokalen Partnerunternehmen zusammen. Im Jahr 2026 wurde die Verpflegung von Chickpeace umgesetzt.
Die angebotenen Speisen waren vollständig vegan und stammten aus biologischer Produktion. Bei der Planung der Mengen orientieren wir uns an den erwarteten Teilnehmendenzahlen, um Überproduktionen möglichst zu vermeiden.
Nicht ausgegebene Lebensmittel werden nach Möglichkeit an Mitwirkende weitergegeben oder über bestehende Foodsharing-Kontakte verteilt.
Informationen zu Allergenen und Inhaltsstoffen stellen wir auf Anfrage vor Ort zur Verfügung.
Klimawirkung der Verpflegung
Die im Rahmen des Stadtteilkulturpreises 2026 angebotene Verpflegung verursachte nach Berechnungen mit dem CO₂-Rechner für Veranstaltungen des Umweltbundesamtes rund 98,7 kg CO₂e.
Zum Vergleich: Für dieselbe Menge eines rein vegetarischen Caterings wären Emissionen von rund 123,2 kg CO₂e angefallen. Eine vergleichbare fleischhaltige Verpflegung hätte in diesem Beispiel Emissionen von rund 185,6 kg CO₂e verursacht.
Was ihr selber tun könnt
Die Verpflegung bietet bei Veranstaltungen häufig ein besonders großes Potenzial, Umweltwirkungen zu reduzieren. Bereits einzelne Maßnahmen – beispielsweise ein höherer Anteil pflanzlicher Speisen, die Zusammenarbeit mit regionalen Anbietenden oder die Vermeidung von Lebensmittelüberschüssen – können einen spürbaren Beitrag leisten.
Auch Rückmeldungen von Gästen können Veränderungen anstoßen. Wer sich nachhaltigere Verpflegungsangebote wünscht, kann dies gegenüber Veranstaltenden ansprechen. Für Veranstaltende lohnt sich wiederum der Austausch mit Catering- und Gastronomiebetrieben über regionale, saisonale und pflanzenbasierte Alternativen.

Getränkeangebot
Bei der Auswahl unserer Getränke achten wir auf regionale Anbieter und kurze Lieferwege. Im Jahr 2026 stammte der Großteil der angebotenen Getränke von regionalen Herstellern, darunter beispielsweise Lütauer, Viva con Agua und Fritz-Kola.
Für den Empfangsausschank verzichten wir bewusst auf Orangensaft, dessen Anbau und Transport häufig mit höheren Umweltbelastungen verbunden sind. Stattdessen bieten wir regionale Alternativen wie Apfel- oder Rhabarberschorle als alkoholfreie Begleitung zum Empfang an.

Siehe Informationen des ifeu zur Umweltbilanz von Fruchtsäften.
WASSER
Wir nutzen Wasser bewusst und sparsam und vermeiden Verschmutzungen, um Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen.
Sparsamer Umgang mit Wasser
Um Besuchende für einen bewussten Umgang mit Wasser zu sensibilisieren, weisen wir an relevanten Stellen auf einen sparsamen Verbrauch hin. Die Sanitäranlagen der Halle 424 verfügen zudem über Spülstopps und Selbstschlussarmaturen, die den Wasserverbrauch reduzieren.
Umweltverträgliche Reinigung
Für Reinigungsarbeiten setzen wir biologisch abbaubare Reinigungsmittel ein und bevorzugen Produkte mit anerkannten Umweltstandards, beispielsweise dem EU Ecolabel.
Wasserverbrauch 2026
Der Wasserverbrauch konnte für die Veranstaltung 2026 nur geschätzt werden, da kein Zugang zu den entsprechenden Zählerständen bestand.
MOBILITÄT & ERREICHBARKEIT
Wir fördern eine klimafreundliche Anreise durch die gute ÖPNV-Anbindung des Veranstaltungsortes sowie die Kommunikation nachhaltiger Mobilitätsoptionen. Ziel ist es, Emissionen zu reduzieren und umweltschonende Verkehrsmittel zu stärken.
Ein großer Teil der Emissionen von Veranstaltungen entsteht durch die An- und Abreise der Besuchenden. Beim Stadtteilkulturpreis 2026 entfielen rund 53 % der CO₂-Emissionen auf den Bereich Mobilität. Je nach Veranstaltungsformat kann dieser Anteil sogar deutlich höher liegen.
Mobilitätsumfrage
Um die Mobilität unserer Besuchenden besser zu verstehen, haben wir während der Veranstaltung eine kurze Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Teilnehmende bereits klimafreundliche Verkehrsmittel nutzen:
- 48 % reisten mit dem öffentlichen Nahverkehr an und ab.
- 29 % kamen zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
- 17 % nutzten das Auto.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass nachhaltige Mobilitätsformen für viele Besuchende bereits die erste Wahl sind und einen wichtigen Beitrag zur vergleichsweise niedrigen CO₂-Bilanz der Veranstaltung leisten.

Das könnt ihr tun: Wenn ihr selbst auf Veranstaltungen geht, überlegt euch wie ihr möglichst klimaschonend an- und abreisen könnt. Seid ihr Veranstaltende, macht es euren Besuchenden möglichst einfach, klimafreundlich anzureisen, indem ihr z.B. Informationen zu ÖPNV-Anbindung, Radwegen oder möglichen Fahrtgemeinschaften teilt, sichere Fahrradstellplätze anbietet oder vielleicht sogar gezielt Anreize setzt („Wer mit dem Fahrrad kommt, bekommt ein Gratisgetränk.“).
Um es Mitwirkenden und Besuchenden möglichst einfach zu machen, emissionsarm (Rad oder ÖPNV) zu unserer Veranstaltung zu kommen, finden sich im Folgenden Informationen zu An- und Abreisemöglichkeiten, die auch so in der Einladung zur Veranstaltung kommuniziert wurden:
Adresse: Halle 424, Stockmeyerstraße 43, 20457 Hamburg
Mit dem Fahrrad: Über die Oberhafenbrücke, dann links auf die Stockmeyerstraße, vorbei an der Oberhafen-Kantine und weiter geradeaus bis zur Halle 424.
Eine StadtRAD-Station ist vorhanden (Oberhafenquartier Nord /Oberhafenbrücke).
Mit dem ÖPNV: Ericusspitze (Buslinie 2 & 607), Koreastraße (Buslinie 111), HafenCity Universität (Buslinie 111, U4), Meßberg (Buslinie 606, U1), Hauptbahnhof (mehrere S-/U-Bahnen und Busse), jeweils plus 10-15 Minuten Fußweg.
Für Fahrplanauskünfte siehe HVV-Fahrplanauskunft.
BARRIEREFREIHEIT
Wir arbeiten daran, Barrieren bei unserer Veranstaltung schrittweise abzubauen und die Zugänglichkeit für möglichst viele Menschen zu verbessern. Dafür erfassen wir Bedarfe, stellen Informationen bereit und lernen aus Rückmeldungen.
Informationen zur Anreise
- Der HVV bietet für die Haltestellen HafenCity Universität und Hauptbahnhof detaillierte Informationen zur Barrierefreiheit an.
- Der Weg zur Halle 424 innerhalb des Oberhafenquartiers ist stellenweise uneben und mit Kopfsteinpflaster versehen.
- Zum Ein- und Aussteigen kann die Halle 424 direkt mit dem Auto angefahren werden.
Informationen zum Veranstaltungsort
- Eine Rampe zur Halle 424 ist vorhanden.
- Die Türbreiten und Wege innerhalb der Halle sind rollstuhlgerecht.
- Ein barrierefreies WC steht zur Verfügung.
Für Fragen, individuelle Bedarfe oder Hinweise zur Barrierefreiheit steht Fiona gerne zur Verfügung. Gemeinsam prüfen wir, welche Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der Veranstaltung umgesetzt werden können. Über unseren Kontaktbereich könnt ihr mit uns in Verbindung treten.
VERTRÄGE & PROGRAMM
Wir arbeiten überwiegend mit regionalen Partner*innen aus Hamburg und Umgebung zusammen, um Wege kurz zu halten, lokale Akteur*innen einzubinden und die regionale Kulturlandschaft zu stärken.
Regionalität
Ob Moderation, Catering, Blumen, Künstler*innen, Druckerei, Fotografie oder Technik: Alle Partner*innen des Stadtteilkulturpreises 2026 kommen aus Hamburg und Umgebung beziehungsweise aus einem Umkreis von bis zu 250 Kilometern.
Nachhaltigkeitskriterien
Bei der Auswahl unserer Partner*innen möchten wir künftig neben Regionalität auch ökologische und soziale Nachhaltigkeitskriterien stärker berücksichtigen. Mit dem veganen Bio-Catering von Chickpeace und den nachhaltigen Blumensträußen von von.flowers haben wir 2026 erste entsprechende Schwerpunkte gesetzt.
Das Green Events Siegel
Der Stadtteilkulturpreis 2026 wurde Anfang Juni mit dem Green Events Siegel der Stufe „Basis“ ausgezeichnet.
Das Green Events Siegel ist die erste mehrstufige Zertifizierung in Deutschland, die zielgerichtet auf Veranstaltungen ausgelegt ist und sich flexibel an jede Veranstaltungsart anpasst. Die Grundlage des Siegels bildet der Green Events Maßnahmenkatalog, ein übersichtliches Managementtool, das in einem einzigartigen partizipativen Prozess mit über hundert Stakeholdern aus Wissenschaft, Politik, Veranstaltungsbranche und Zivilgesellschaft entwickelt wurde. Ziel des Green Events Siegels ist die optimale Unterstützung auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Veranstaltung und die Kommunikation dieses Prozesses. Es zeigt den aktuellen Status und definiert konkrete, praxisnahe Ziele – von leicht bis anspruchsvoll. Passende Indikatoren machen Erfolge sichtbar. Mehr zum Siegel

Kontakt Nachhaltigkeit

Du hast Fragen, Feedback oder Anliegen zur Nachhaltigkeit bei unserer Veranstaltung? Dann melde dich gerne per E-Mail oder telefonisch bei Fiona unter oder 040 / 879 76 46-20.

