Hajusom Rap Squad: Die eigene Geschichte hörbar machen

Hajusom Rap Squad macht Hip-Hop zu einer Plattform für eigene Perspektiven: Im Bunker an der Feldstraße stehen junge Menschen im Studio, für einige ist es das erste Mal am Mikro, viele bringen eigene Erfahrungen von Flucht oder Migration mit. Zwischen Boom Bap, Trap und Drill wächst Musik, die kein Blatt vor den Mund nimmt, denn hier wartet niemand darauf, dass andere erzählen, wer man ist – man erzählt es selbst.

Autorin: MELIKE BILIR

Die Teilnehmenden und das Kollektiv JAJAJA vor dem Bunker, Foto: Jajaja

Each One Teach One heißt, Wissen zu teilen und voneinander zu lernen. Begleitet werden die Teilnehmenden von Künst­ler*innen aus Musik, Film, Tanz, Performance und Literatur sowie einem Radiomacher, darunter auch Studierende der HfbK. Gearbeitet wird auf Augenhöhe und gemeinsam ausprobiert. Hip-Hop ist hier ein Werkzeug, um die eigene Geschichte hörbar zu machen. Ein erster eigener Track oder ein Video kann viel verändern, weil das, was vorher nur im Kopf war, plötzlich sichtbar wird.

Die Teilnehmenden wählen ihre Schwerpunkte selbst, ob Rap, Film, Tanz oder Medien. Sie entscheiden mit, setzen Themen und geben die Richtung vor. Durch Audiowalks wird der Stadtteil zur Bühne und der Bunker zu einem Ort, an dem man sich ausprobieren darf. Am Ende bleibt mehr als ein Song, nämlich das Gefühl, gehört zu werden.

Hajusom Rap Squad hat 2025 in Hamburg stattgefunden und wurde vom Fonds Soziokultur gefördert. 2025 stand das Projekt auf der Shortlist des Bundesverbandes der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen.

KONTAKT
Hajusom e.V.
Bunker 2. Stock · Feldstraße 66 · 20359 Hamburg
· www.hajusom.com